Dicker Bauch schläft oft nicht gut

Viele werdende Mütter klagen über Schlafprobleme in der Schwangerschaft. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto häufiger.

Gründe der Schlafprobleme

Das größte Problem, warum in der Schwangerschaft so oft Schlafprobleme aufkommen, haben sie direkt vor sich: der immer größer werdende Bauch. Schon im ersten Drittel der Schwangerschaft bereiten empfindliche Brüste Frauen Probleme in Bauchlage zur Ruhe zu kommen.
Ein erhöhter Druck auf die Blase macht nächtliche Toilettengänge erforderlich. Das Baby im Bauch ist gelegentlich genau dann hyperaktiv, wenn Sie gerade einschlafen wollen, und Verdauung und andere Organe müssen hier mehr als sonst leisten. Auch Muskeln können oft verspannt sein, oder die Füße eiskalt.

Schlafposition optimieren

Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, lautet der ärztliche Rat (oder der Hebamme) vom Schlafen in Rückenlage abzusehen. Der dicke Bauch drückt auf Wirbelsäule sowie innere Organe und erschwert so zum einen die Blutzirkulation und beeinträchtigt zum anderen die Arbeit von Organen wie Nieren und Leber.
Daher sollte man sich schon früh an ein Schlafen in Seitenlage gewöhnen. Am besten auf der linken Seite, dadurch ist das Herz weitestgehend unbelastet und Nieren, Leber und andere Organe können ihre Arbeit machen. Wenn der Bauch schon sehr groß ist, sollten dringend Kissen als Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Relativ bald schon kann man sich ein langes Kissen zwischen die Beine schieben und später dann auch noch eines, das den Bauch etwas abstützt.
Wacht man auf, um festzustellen, dass man im Schlaf Position gewechselt hat, sollte man sich zum Weiterschlafen wieder in die Seitenlage legen.

Ess- und Trinkgewohnheiten

Man sollte unbedingt viel trinken während der Schwangerschaft, aber darauf achten, dass man spätabends eher weniger Flüssigkeit zu sich nimmt. Anregende Getränke sollte man ab Nachmittag gänzlich meiden – so wie man ohnehin Tee, Kaffee, Cola oder andere koffeinhaltige Getränke während der Schwangerschaft nur in Maßen trinken sollte.

Bei den Essgewohnheiten sollte man seinem Magen und Darm etwa drei Stunden Zeit zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen gönnen. Diese letzte Mahlzeit sollte eine leicht verdauliche und bekömmliche Mahlzeit sein.

Dann wird die Nachtruhe in der Schwangerschaft nicht unnötig von häufigen Toilettengängen oder einem überlasteten Verdauungsapparat strapaziert.

Zwei unterschiedliche Biorhythmen

Zwar lebt das Baby im Mutterleib, aber es hält sich oft ganz und gar nicht an deren Tagesablauf, sondern wird ausgerechnet dann sehr umtriebig, wenn die Schwangere erschöpft in die Federn sinkt.

Es ist zwar nicht ratsam, direkt vor dem Schlafengehen ausgiebig Sport zu treiben, aber ein kleiner Spaziergang nachts trägt oftmals wesentlich dazu bei, das Baby durch die schunkelnden Bewegungen zur Ruhe zu bringen.

Den Sport, den Sie in der Schwangerschaft für sich selber machen (und der ausdrücklich erwünscht ist für einen gesunden Kreislauf und Muskelstärkung), den sollten Sie nicht direkt vor dem Schlafengehen machen. Der Körper braucht etwa zwei Stunden, bis er den Adrenalinpegel wieder in Normalzustand hat und bereit ist, sich auf Ruhezustand umzustellen.

Partnerhilfen

Der Partner kann einem durch Massagen zur Entspannung verhelfen. Mit einer Fußmassage bekämpft man allzu kalte Füße Eine Schulter-Nacken-Rücken-Massage hilft weiter zu entspannen, besonders wenn man entsprechende Massageöle einsetzt.

Generell gilt: seitlich liegen und je später die Stunde desto weniger trinken, essen, aktiv sein.

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